Spurgeon

 

Auf dieser Seite habe ich eine Reihe von guten Aphorismen Spurgeons zusammengetragen. Außerdem Zitate aus einigen seiner Bücher.

 

  • Ängstlichkeit nimmt nicht dem Morgen seine Sorgen, aber dem Heute seine Kraft.

  • Behandle Gottes Zusagen nicht wie Museumsstücke, sondern glaube ihnen und mache von ihnen Gebrauch.

  • Beten ohne Inbrunst ist so gut wie jagen mit einem toten Hund, beten ohne innere Vorbereitung ist so gut wie mit einem blinden Falken auf die Beize gehen.

  • Blicke auf Jesus und fürchte dich nicht! Du kannst nicht straucheln, wenn du, während du gehst, deine Augen auf Jesus richtest.

  • Das Gebet ist der himmlische Hafen, in dem wir uns vor den Stürmen des Lebens bergen.

  • Das Heil findet uns in der Finsternis, lässt uns aber nicht darin. Das Licht scheint denen, die im Todesschatten sitzen.

  • Das, was Gott Freude macht, wird auch uns Freude bringen.

  • Deine Gebete werden im Himmel alle aufbewahrt. Werden sie auch nicht sogleich erhört, so werden sie doch nicht vergessen.

  • Dem Mann Gottes wird zuletzt Frieden ohne Ende geschenkt. Sein Lebensweg ist vielleicht rau, aber er führt heimwärts.

  • Der die Sperlinge ernährt, gibt auch dir, was du brauchst.

  • Der Friede wird nur durch die Herrschaft des Friedefürsten gegründet werden. Er muss die Herzen der Menschen erneuern und allein über sie herrschen. Dann werden sie aufhören, zu verwunden und zu töten.

  • Der gesündeste Zustand eines Christen besteht darin, dass er allezeit leer ist im eigenen Ich und beständig von dem Herrn abhängig, dass er allezeit arm ist in der eigenen Seele und reich in Jesus.

  • Der Glaube hat eine heilige Ansteckungskraft, wenn er mutig vorangeht. Andere lernen dadurch, dem Herrn zu vertrauen.

  • Der Glaube ist erfinderisch, aber er liebt auch ein vorangehendes Beispiel.

  • Der Glaube rettet uns, weil er uns an Jesus Christus bindet, der eins mit Gott ist und uns so in Verbindung mit Gott bringt.

  • Der Herr führt alle Dinge zu einem guten Ende. Was er angefangen hat, vollendet er. Was er in die Hand nimmt, führt er durch.

  • Der Herr Jesus kam nicht in die Welt, um Güte und Gerechtigkeit unter den Menschen zu suchen, sondern um Güte und Gerechtigkeit zu bringen und sie solchen Menschen zu verleihen, die keine haben.

  • Der Herr Jesus versteht uns bis ins Tiefste. Wenn andere unseren Kummer nicht teilen können, weil sie ihn nicht verstehen, so kommt doch der Herr Jesus bis in die tiefsten Tiefen zu uns und versteht unser bitterstes Herzeleid, weil er es selbst erlebt hat.

  • Der Herr kann nicht nur schnell zu denen kommen, die ihn suchen, sondern er kann auch diejenigen einholen, die vor ihm weglaufen.

  • Der Herr kümmert sich um alles, was mich betrifft.

  • Der Herr tröstet die Einsamen, Enttäuschten, Verzagten und Verzweifelten. Wenn du niedergeschlagen bist, wende dich gleich an den Herrn; er richtet dich wieder auf.

  • Der Herr weiß, dass du dein Herz nicht ändern und deine Natur nicht bessern kannst. Aber er weiß auch, dass er beides tun kann.

  • Der Herr will niemandem etwas schuldig bleiben. Was wir um seinetwillen verlieren oder aufgeben, das kann er uns tausendfältig erstatten.

  • Der Herr will, dass sein Volk sich über seine nie ermüdende Liebe freut. Er will uns nicht traurig und verzagt sehen.

  • Der Weise betet wie Mose und kämpft wie Josua.

  • Die Bibel ist kein theologisches System, sondern ein Handbuch für den Himmel; sie ist ein Führer für das ewige Leben und ebenso geeignet für den Mann am Pflug wie für das Kind in der Schule.

  • Die Fähigkeiten, die in einem Menschen liegen, sind größer als er weiß, und die Fähigkeiten, die Gott einem Menschen verleihen kann, sind größer, als er träumt.

  • Die göttliche Gnade ist wie ein strömender Fluss, fruchtbar, reich, nie versiegend.

  • Die größte Quelle des Glaubens ist die Betrachtung des Kreuzes Christi.

  • Die Kinder Gottes bauen nicht auf ihre eigene Treue, sondern auf die Treue des Herrn.

  • Die Menschen reiten auf Hirschen, wenn sie nach Gewinn jagen, und auf Schnecken, wenn sie auf dem Weg zum Himmel sind.

  • Die schwarzen Schiffe der Trübsal kehren mit Perlen der Gnade beladen wieder heim!

  • Die Treue und Zuverlässigkeit Gottes sind die Grundlagen und der Eckstein für unsere Hoffnung auf Bewahrung bis zum Ende.

  • Die Verbindung von Gnade und Gerechtigkeit kann nur in dem Sühneopfer des Herrn Jesus Christus deutlich gemacht werden. Am Kreuz sehen wir, wie gnädig der Herr ist und wie gerecht.

  • Die Verhältnisse mögen immer trauriger werden, Wolke mag sich auf Wolke türmen; aber wenn es so finster wird, dass ich die Hand nicht vor Augen sehen kann, so kann ich doch die Hand des Herrn noch sehen.

  • Die Vernunft ist ein Licht, doch der Glaube ist eine Sonne.

  • Die Vorrechte des Evangeliums sind die Stolpersteine des Gesetzlichen.

  • Die wahre Verlängerung des Lebens besteht darin, dass wir bewusst leben, dass wir keine Zeit vergeuden, sondern jede Stunde für die höchsten Zwecke benutzen.

  • Die Wahrheit in der Schrift wird uns niemals retten, bis sie die Wahrheit im Herzen wird.

  • Dieselbe Hand Gottes, die uns niederbeugt, wartet darauf, uns zu erheben, sobald wir den Segen tragen können.

  • Durch sein Wort und seinen Geist kann der Herr die Zitternden tapfer, die Kranken stark und die Niedergeschlagenen mutig machen.

  • Echte und bleibende Freude ist nur die Freude an Gott.

  • Ein denkender Christ ist ein wachsender Christ.

  • Ein fröhlicher Christ ist eine Empfehlung für seinen Glauben. Wie du vor dem Schaufenster stehst, um zu sehen, was man dort alles kaufen kann, so schauen dir die Leute ins Angesicht, um zu sehen, was da tief unten in deinem Herzen wohnt.

  • Ein Gramm Glaube wiegt mehr als Berge von Philosophie.

  • Ein reines Gewissen ist ein kleiner Himmel.

  • Eine Seele ohne Gebet ist eine Seele ohne Heiland.

  • Eine vollkommene Kirche gibt es nicht. Im Übrigen, lieber Freund, wenn Sie jemals eine vollkommene Kirche fänden, würde sie sich weigern, Sie aufzunehmen. Denn sobald dieselbe Sie aufgenommen hätte, hörte sie auf, vollkommen zu sein. Ihr Suchen ist darum vollständig unnütz.

  • Einem Vater ist nichts klein, was sein Kind quält. Der große Gott, ohne dessen Willen kein Sperling zur Erde fällt, wird dich nicht für zudringlich halten, wenn du deine täglichen Nöte vor ihn bringst.

  • Es gibt nichts Neues in der Theologie – ausgenommen das, was falsch ist.

  • Es ist das Merkmal des wahren und lebendigen Gottes, dass er die Bitten seines Volkes hört und darauf antwortet. Die Götzen hören nicht und antworten nicht. Aber Gott ist der Gott, der Gebete erhört.

  • Es ist ein großer Unterschied, ob man aufgeblasen oder aufgebaut wird.

  • Es ist ein großes Vorrecht für uns, immer unter den Augen des Vaters zu leben. Unser bester Freund lässt uns keinen Augenblick aus den Augen.

  • Es ist für den Herrn nicht schwer, Nacht in Tag zu verwandeln.

  • Es ist gut, dass wir, um glücklich zu sein, nicht nötig haben, die Führung Gottes zu begreifen. Wir wollen lieber tausend Geheimnisse ungelöst lassen als einen Zweifel an der Güte und Weisheit unseres himmlischen Vaters hegen.

  • Es ist keine Sünde, versucht zu werden. Die Sünde liegt im Nachgeben.

  • Es ist nicht der große Glaube, der dich rettet, sondern der wahre Glaube! Die Rettung beruht nicht auf dem Glauben, sondern auf Christus, dem der Glaube vertraut.

  • Freude an Gott hat verwandelnde Kraft.

  • Freue dich der Freiheit, die dein Erlöser dir erworben hat, und lobpreise seinen Namen Tag für Tag!

  • Gemeinde Gottes, bitte für die Sache Christi. Lass dein Gebet umfassend und weitreichend sein und schließe die ganze Welt mit ein. Bitte darum, dass alle Gottfernen Gotteskinder werden. Flehe darum, dass die fernsten Enden der Erde vom Lobpreis des Herrn widerhallen mögen.

  • Gemeinschaft mit Christus ist eine Sonne ohne Flecken, ein Mond ohne Abnehmen; es ist ein Ozean, der nie Ebbe hat, ein Strom, der für immer fließt – sie ist ganz Himmel und Seligkeit.

  • Gib deinen Halt an allem anderen außer an Christus auf und lass dich fallen! Lass alles los: das Vertrauen auf deine Werke, auf deine Gebete oder Gefühle!

  • Glaube kann warten auf des Herrn Zeit und Ort.

  • Glauben heißt, ganz auf die Person, das Werk, das Verdienst und die Macht des Sohnes Gottes vertrauen.

  • Glauben ist unsere ständige Pflicht und unser bleibendes Vorrecht. Wir sollten dem Herrn immer vertrauen, ob es hell oder dunkel um uns ist. Er verdient unser Vertrauen zu jeder Zeit und in jeder Lage.

  • Gläubige sollten nie daran zweifeln, dass Gott durch seine Macht auch an den dunkelsten Orten Lichter anzünden kann.

  • Gott beugt sich von der Höhe seiner Herrlichkeit herunter, um auf meine Gebete zu hören. Er ist wie ein behutsamer Arzt oder liebender Freund, der sich über den Kranken beugt, um jedes schwache Flüstern zu verstehen. Wenn unser Beten so schwach ist, dass wir es selbst kaum vernehmen, neigt Gott doch sein Ohr zu uns und achtet auf unser leisestes Flehen.

  • Gott führt seine Pläne mit unendlicher Ruhe durch und liebt einen Glauben, der geduldig ist.

  • Gott gibt jedem Vogel sein Futter, aber er wirft es ihm nicht ins Nest.

  • Gott hat solches Wohlgefallen an seinem einziggeborenen Sohn, dass er Wohlgefallen an allen hat, die sich auf ihn als ihre einzige Hoffnung verlassen.

  • Gott hat unser Wissen nicht nötig, aber noch weniger unsere Unwissenheit.

  • Gott ist der Gott des morgigen Tages wie er der Gott des heutigen ist.

  • Gott ist in den düsteren Wolken genauso gut unser Gott, wie wenn er im vollen Glanz seiner Gnade leuchtet.

  • Gott ist seinen Feinden immer voraus. Sie finden sich in ihrem Planen frustriert und in ihrem Können blockiert, ehe sie überhaupt begonnen haben, ihr Vorhaben auszuführen.

  • Gott kann immer noch helfen, wenn Menschen nicht mehr helfen können. In den aussichtslosesten Situationen kann Gott seine Macht und Fülle offenbaren.

  • Gott will, dass wir fröhlichen Mut fassen und uns auch in den schlimmsten Zeiten seiner Liebe und Treue freuen.

  • Gott wird Boten finden, solange er Botschaften hat.

  • Gott wird sich zur rechten Stunde erheben. Er wird aufstehen, wenn es am meisten zu seiner Ehre dient.

  • Gottes Liebe fühlen ist etwas köstliches; aber an Gottes Liebe glauben können, auch wenn du sie nicht fühlst, ist mehr.

  • Grabe tiefer in der Mine der Reichtümer des Wortes Gottes und bitte den Heiligen Geist, dein Herz mit der Freude über deine Rettung zu erfüllen. Dann wird dein Leben und Reden deinen Mitmenschen zum Segen.

  • Ich weiß, dass Gottes Gnade für mich genügt. Mag sein, dass ich nicht alles habe, was ich mir wünsche; aber mangeln wird mir nichts, was mir wirklich notwendig und heilsam ist.

  • Ihr könnt keine Ernte gewinnen, wenn ihr euch fürchtet, den Boden umzubrechen.

  • In die Geschichtsbücher trägt man doch die Unglücksfälle der Völker wie Kriege, Hungersnot, Seuchen, Erdbeben und dergleichen sorgfältig ein. Um wie viel mehr sollten wir auch Denkschriften über Gottes Wohltaten anfertigen!

  • In dieser Welt bin ich ein irrender Wanderer, aber in Gott habe ich eine gewisse Zuflucht

  • In Erwartung ruhig sein, in Hoffnung geduldig sein, im Vertrauen unbeirrbar sein – das sind leuchtende Wesenszüge des Gläubigen.

  • Irdische Macht ist ein Wahngebilde, und wer sich darauf verlässt, ist ein Wahnsinniger. Das wachende Auge Gottes ist der Schutz der Gottesfürchtigen.

  • Je näher wir bei Christus leben, ein um so größeres Geheimnis werden wir für alle Menschen sein.

  • Jesus versteht unsere besondere Prüfung und nimmt an unserem besonderen Leid teil. Denn er ist in allen Dingen versucht worden wie wir.

  • Jesus, unser treuer Herr, ist auch unser Friede. Lasst uns still in ihm ruhen und unserer Furcht ein Ende machen!

  • Kein Schiff kann den Ozean des Lebens befahren, ohne Stürmen zu begegnen.

  • Kein unbestimmtes Schicksal und kein fragwürdiger Zufall herrscht über uns. Wir werden nicht sinnlos hin und her geworfen. Die unendliche Weisheit Gottes lenkt uns zu einem Ziel.

  • Klares Bekennen unseres Glaubens ehrt Gott und ermutigt andere zum Glauben.

  • Lass nie eine Not oder eine Sorge eine Stunde auf deinem Herzen liegen, ohne dass du sie deinem himmlischen Vater klagst. Das erste, was du tun musst, wenn die Not kommt, ist, dass du es ihm sagst. Je länger du damit zögerst, um so mehr wird dein Friede gestört.

  • Lasst uns nie verzagen! In den schlimmsten Zeiten wollen wir dem Herrn vertrauen, der die Finsternis der Todesschatten in den lichten Morgen verwandelt.

  • Lebt für andere! Macht allen Menschen, mit denen ihr zusammenkommt, klar, dass Zweck und Ziel eurer Existenz nicht ihr selber seid. Setzt euch für andere Menschen ein, damit durch euer Tun Gott verherrlicht wird.

  • Leere Eimer eignen sich für den Brunnen der Gnade am besten.

  • Lob und Dank sind unser Schutz gegen den Götzendienst der Irrlehren, unser Trost unter dem Druck der frechen Angriffe auf die Wahrheit.

  • Mein Glaube ruht nicht auf dem, was ich bin und fühle oder weiß, sondern auf dem, was Christus ist, was er getan und was er jetzt noch für mich tut. Mein Vertrauen steht nicht darauf, dass ich heilig bin, sondern darauf, dass Christus meine Gerechtigkeit ist.

  • Menschliche Schulen können uns lehren, was man glauben soll, aber nur die Schule Christi lehrt uns, wie man wirklich glaubt.

  • Mit Ausdauer erreichte auch die Schnecke die Arche.

  • Mit jedem neu dämmernden Morgen erhebt eure Lieder des Dankes, und jedem Sonnenuntergang folge euer Danken nach.

  • Niemals bist du so reich, wie wenn du alles, was du hast, in die Hand des Herrn legst.

  • Niemand ist so taub wie der, der nicht hören will.

  • Not am Anfang, Not am Ende: Mach aus allem ein Gebet.

  • Ohne Christus bist du wie ein Schaf ohne Hirte, wie ein Baum ohne tränkendes Wasser, wie ein welkes Blatt im Sturm.

  • Überlass dem Herrn nicht nur deine augenblicklichen Sorgen, sondern deine gesamten Kümmernisse. Übergib ihm den ganzen Verlauf deines Lebens.

  • Unglaube hat mehr Gestalten als der Mond und mehr Farben als ein Chamäleon.

  • Uns steht nie eine andere Zeit zur Verfügung als die gegenwärtige.

  • Unsere Weisheit besteht darin, dass wir auf den Herrn blicken.

  • Verlass dich darauf, dass Jesus sich auch deiner kleinen Anliegen annimmt. Du darfst in allen Dingen deine Zuflucht zu ihm nehmen.

  • Verlass dich nicht auf deine Gefühle, dann werden sie dich auch nicht zu Boden drücken. Halte dich glaubend an den Herrn! Traue ganz auf die Verheißungen Gottes, und wenn Geist und Herz matt werden, so bleibt doch Gott die Kraft deines Lebens und dein Teil für Zeit und Ewigkeit.

  • Verlass dich nicht auf Stimmungen und Gefühle! Ein Gramm Glauben ist mehr wert als ein Zentner Gefühl.

  • Vertraue auf den Herrn und warte in Geduld auf ihn. Wie kannst du Gott verherrlichen, wenn du von Furcht hingerissen wirst? Dein Herz sei getrost und fürchte sich nicht!

  • Verzweifle nicht, sondern komm zum Herrn mit all deinen offenen Wunden, deinen Schmerzen und Krankheiten. Er allein kann heilen, und er freut sich, es tun zu dürfen. Es ist unseres Herrn Amt, die zerbrochenen Herzen zu verbinden.

  • Was Jesus ist, nicht was wir tun, gibt unserer Seele Ruhe.

  • Weder deine Gnadenerfahrungen noch deine Empfindungen sind der Quell deines inneren Lebens. Du musst einfach vom Vertrauen auf Christus dich nähren.

  • Weil Gott der lebendige Gott ist, kann er erhören; weil er der liebende Gott ist, will er erhören.

  • Wenn der Herr uns nicht einen besseren Platz gibt, wird er es uns an diesem Platz besser ergehen lassen. Die Wildnis ist kein wohnlicher Ort, aber der Herr kann sie dazu machen. Durch den Glauben kann die Wüste zum Vorort des Himmels werden.

  • Wenn du deine Sorgen auf Gott geworfen hast, so hüte dich, dass du sie nicht wieder auf dich nimmst.

  • Wenn Gott unsern Kummer nicht von uns nimmt, wird er uns fähig machen, ihn zu tragen.

  • Wenn Gottes Wille unser Wille wird, lässt uns Gott unseren Willen.

  • Wenn ich Männer der Wissenschaft sagen höre, dass sie Gott nicht sehen können, so staune ich. Für mich ist es unmöglich, ihn nicht zu sehen.

  • Wenn wir den Eigenwillen aufgeben, wird der Herr jeden Schritt unseres Weges leiten, jede Stunde des Tages und jeden Tag des Jahres und jedes Jahr unseres Lebens.

  • Wenn wir unsere Freude an Gott finden, hört er nicht auf, uns Freude zu schenken.

  • Wer das Christentum lebt, der predigt es.

  • Wer dem Herrn vertraut, ist im tiefsten Sinne glücklich.

  • Wer die Bibel liest, um Fehler darin zu finden, wird bald merken, dass die Bibel Fehler bei ihm findet.

  • Wer die Ketten der Sünde gefühlt hat, weiß die Freiheit zu würdigen, mit welcher Christus ihn freigemacht hat.

  • Wer Gott nicht anbetet, betet sich selbst an.

  • Wer vergisst, Gott zu loben und dankbar zu preisen, der verschmäht sein eigenes Heil. Auch werden schwache Seelen gestärkt und wankende Herzen ermutigt, wenn sie hören, dass wir fröhlich rühmen können.

  • Wie barmherzig ist der Herr, dass er treu bleibt, auch wenn wir nicht glauben! Er erhört unser Gebet selbst dann, wenn wir uns mit Zweifeln quälen und seinem Namen Unehre machen.

  • Wie unabhängig von allen äußeren Umständen und Verhältnissen kann der Heilige Geist einen Jünger Christi machen! Welch ein herrliches Licht kann in uns scheinen, wenn um uns her alles dunkel ist! Wie sicher, wie selig, wie ruhig, wie reich an Frieden können wir sein, wenn die Welt erzittert und die Grundfesten der Erde sich bewegen!

  • Wir dürfen uns auf seine Verheißung berufen, dass er in allem Nötigen für uns sorgen will.

  • Wir können den Herrn am besten dadurch loben, dass wir seinen Namen verkündigen.

  • Wir müssen das, was wir glauben, in einem tätigen Leben verwirklichen. Wenn ein Mensch in Christus wandelt, dann handelt er so, wie Christus handeln würde. Sein Leben ist ein Abbild Jesu.

  • Wir müssen glauben, um schauen zu können; nicht sehen wollen, um glauben zu können.

  • Wir müssen predigen nicht nach der Weise der Doktoren der Theologie, sondern nach der Weise jener ungelehrten, ungebildeten Leute alter Zeit, die mit Jesus gewesen waren und von ihm gelernt hatten. Brüder, einige von euch haben zu viel Rüstung an! Legt sie ab, seid einfach, seid natürlich, seid kunstlos, seid geradeheraus, seid voll Vertrauen auf den lebendigen Gott!

  • Wirf dich, deine Gedanken und alles, was dich bedrängt, auf Jesus und sieh, ob er nicht Kraft hat zu erretten! Er kann die entsetzlichen Einflüsterungen des Feindes zum Schweigen bringen.

  • Wo irgendein Herz von Kummer gedrückt ist oder ein Mund von Angst und Schmerz bebt, wo ein tiefer Seufzer aufsteigt oder eine Bußträne hervorbricht, da ist Gottes Herz weit offen.

  • Wolken mögen sich sammeln, aber der Herr kann sie hinweg blasen.

  • Zur Übung unseres Glaubens sind Wolken und Dunkelheit notwendig, um uns zu veranlassen, dass wir unser Vertrauen mehr auf Christus setzen als auf unsere Erfahrungen, Beweisgründe, Gemütsstimmungen und Gefühle.

Aus „Ich bin der Herr, dein Arzt“

Sei stille dem Herrn!

Lerne durch den Glauben, dass dir alle Dinge zum Besten dienen, und dann unterwirf dich dem Willen des Herrn. Sieh das Schaf an, wenn es geschoren wird: Wenn es stillhält, tut es ihm nicht weh, wenn es aber zappelt, wird es verletzt. Der Eigenwillen, das Murren und Klagen macht dir 100x mehr Schmerzen als das Leiden selbst. Glaube, dass der Wille des Herrn viel besser ist als der deine, darum unterwirf dich ihm und sei glücklich darin!

Ein weites Herz

Nichts ist so geeignet, dem Menschen ein großes, weites Herz zu geben, als eine große Prüfung. Kleine, ärmliche Leute mit engen Herzen haben nie große Proben durchgemacht. Wer nie mit den Weinenden weint, hat selbst nicht viel gelitten. Nur ein großes Leid gibt ein großes Herz.

Wahre Schätze (Leiden sind Schätze)

Wir haben die Stille gern, aber der Weg Gottes ist im Sturm. Christen haben mehr Nutzen von ihren Verlusten als von ihren Gewinnen. Ihre Krankheit macht sie gesund, und ihre Armut reich.

Phil 1:6 Der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird es auch vollenden.

Gott kommt mit seinen gnädigen Absichten zum Ziel, auch wenn meine eigene böse Natur, die Welt und der Teufel sich alle verschworen hätten, ihn zu hindern, ich zweifle nicht an seiner Verheißung. Er wird das gute Werk in mir vollenden, und ich werde ihn ewig preisen.

Los von der Welt

Wenn wir viel Not und Plage haben, sind wir mutig im Dienst unseres Gottes, denn wir fühlen, dass in dieser Welt nichts ist, wofür es sich zu leben lohnt; zugleich treibt uns die Hoffnung der kommenden Welt zu Eifer, Fleiß und Selbstverleugnung. Wenn es uns gut geht, dann erschweren es uns die Freuden dieser Welt, an die zukünftige zu denken, und wir überlassen uns einer trägen Bequemlichkeit. O Herr, wir danken dir für unsere Leiden, denn sie halten uns wach.

Der Herr will nicht, dass wir seine Liebe geringschätzen. Du liebst noch zu viele andere Dinge, um den Herrn willkommen zu heißen, deshalb nimmt er sie dir weg. Sein Öl ist für deine Wunden, nicht für deine Launen.

In der Trübsal offenbart sich dir die besondere Gegenwart des Herrn. „Ich bin bei dir, dass ich dir helfe“ (Jer 30:11). Jesaja 43:2 Durch Feuer und Wasser musst du gehen, aber wohin du auch gehst, er wird bei dir sein. Daniel 3: als die 3 Männer im Feuerofen waren, war der Herr bei ihnen. 2. Tim 4:17 Der Herr aber stand mir bei uns stärkte mich.

Lieber mit meinem Herrn unter Dornen wohnen, als ohne ihn unter Lilien.

Glaube nur, und alles ist dein. Glaube, und du wirst das Heil Gottes sehen.

Wovor fürchtest du dich? Warum zögerst du, vom Ufer abzustoßen und ins tiefe Meer hinauszufahren? Wenn du einmal dort bist, dann darfst du nur auf Jesus sehen und du bist im Paradies.

Ein sicherer Ort

Niemals bist du deines Besitzes so sicher, als wenn du bereit bist, ihn herzugeben; niemals bist du so reich, wie wenn du alles, was du hast, in die Hand des Herrn legst. Du wirst entdecken, dass der Schmerz des Verlustes sehr gemildert ist, wenn du schon vorher gelernt hast, was dir am teuersten ist, jeden Tag neu in die Hand Gottes zu legen.

Geduld

Das Leid ist ein Gast, der ohne Einladung kommt, aber trübselige Gemüter schicken einen Wagen, um ihn abzuholen. Manche Menschen kommen weinend zur Welt, leben klagend und sterben enttäuscht.

Warum bin ich auf die Seite gelegt?

Wir müssen lernen, dass Gott uns nicht braucht. Es ist eine hohe Ehre, viel arbeiten, aber auch eine hohe Ehre, geduldig leiden zu dürfen. Manche Christen haben wohl viel gewirkt, aber auf dem anderen Kampfplatz, dem des ergebenen Duldens, sind sie noch nicht geübt.

Für wie viel haben wir zu danken!

Die Liebe, die uns züchtigt, erkennen wir nicht so leicht als Wohltat, und doch ist oft ebenso viel göttliche Liebe im Schmerz wie im Glück, im Schlag wie in der Tröstung. Wenn wir alle Wohltaten Gottes aufzählen wollen, müssen wir auch Schmerzen und Krankheit mitrechnen. Es muss ja beides zu unserem Heil dienen.

Vertraue, ohne zu fühlen!

Verlass dich nicht auf deine Gefühle, dann werden sie dich auch nicht zu Boden drücken! Halte dich glaubend an den Herrn! Vertraue ganz auf die Verheißungen Gottes, und wenn Geist und Herz matt werden, bleibt doch Gott die Kraft deines Lebens und dein Teil für Zeit und Ewigkeit.

Aus: Ganz aus Gnaden

Zweifle nicht an der Macht der allmächtigen Liebe! Du könntest deinem Mitmenschen nicht vergeben, wenn er dich so sehr gekränkt hätte, wie du Gott beleidigt hast. Aber du darfst Gottes Korn nicht mit deinem Scheffel messen. Seine Gedanken und Wege sind so viel höher als deine, wie der Himmel höher ist als die Erde.

Einmal litt ich furchtbar unter dem Bewusstsein meiner Schuld, so dass ich mich ganz elend fühlte. Aber als ich die Aufforderung hörte: „Blickt auf mich, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und keiner mehr“ (Jesaja 45, 22), blickte ich, und augenblicklich machte der Herr mich gerecht. Jesus Christus, für mich zur Sünde gemacht, war es, den ich sah, und dieser Anblick verschaffte mir Ruhe. Als die Israeliten, die in der Wüste von feurigen Schlangen gebissen worden waren, die eherne Schlange anblickten, die Mose aufgerichtet hatte, wurden sie sogleich geheilt, und auch ich wurde es, als ich auf den gekreuzigten Heiland blickte.

Die Botschaft von der Versöhnung ist für mich einer der sichersten Beweise für die göttliche Inspiration der Heiligen Schrift (vgl. 2. Petri 1, 19—21). Wer hätte sich ausdenken können oder wollen, dass der gerechte Herrscher für die ungerechten Rebellen stirbt, um auf diese Weise mit ihnen Frieden zu machen?

Der Fall Adams ließ einen Ausweg offen: Ein zweiter Adam kann das Unheil, das der erste anrichtete, wieder aufheben. Als ich mich noch damit abquälte, ob Gott mir vergeben könnte, wenn er gerecht ist, begriff und sah ich im Glauben, dass der Sohn Gottes Mensch geworden ist und meine Sünde persönlich mit seinem Leibe am Kreuz gesühnt hat.

Gott kann an unseren Übertretungen vorübergehen, weil er sie vor fast zweitausend Jahren auf seinen Sohn legte. Wenn du an Jesus glaubst, und darauf kommt es an, dann hat er deine Sünde hinweg getragen, wie der Sühnebock in alten Zeiten die Sünde der Israeliten in die Wüste trug (vgl. 3. Mose 16, 5—10).

Wenn Christus schon für mich gestorben ist, warum soll ich dann auch noch sterben? Jeder Gläubige kann sich darauf berufen, dass das Opfer für ihn tatsächlich schon dargebracht ist. Im Glauben hat er seine Hände darauf gelegt und es sich zu eigen gemacht. Deshalb darf er gewiss sein, dass er niemals umkommt.

Frei werden vom Sündigen

An dieser Stelle möchte ich denen ein paar aufklärende Worte sagen, die zwar die Rechtfertigung durch den Glauben an Jesus Christus erfasst haben, aber bekümmert sind, weil sie nicht aufhören können zu sündigen. Wir können niemals glücklich, ruhig und geistlich gesund sein, solange wir nicht heilig sind. Wir müssen frei von Sünden werden. Aber wie ist das möglich? Das ist für viele eine Lebensfrage. Unsere alte Natur ist sehr stark, und schon mancher hat versucht, sie zu bändigen und zu bezähmen. Doch sie will sich nicht überwinden lassen, Die Leute, die ängstlich bemüht sind, besser zu werden, stellen schließlich fest, dass es nur schlimmer geworden ist. Das Herz ist so hart, der Wille so widerspenstig, die Leidenschaften so heftig, die Gedanken so flatterhaft, die Einbildungskraft so zügellos und die Begierden so wild, dass der Mensch unter dem Eindruck steht, er beherberge in seinem Inneren ein Rudel wilder Bestien.

Wir möchten nicht nur Vergebung erlangen, sondern auch gereinigt werden. Rechtfertigung ohne Heiligung wäre absolut kein Heil. Sie würde den Aussätzigen für rein erklären und ihn doch an seiner Krankheit zugrunde gehen lassen. Sie würde die Empörung vergeben und doch dem Rebellen erlauben, des Königs Feind zu bleiben, sie würde die Folgen beseitigen, aber die Ursachen übersehen.

Der Herr weiß sehr gut, dass du dein Herz nicht ändern und deine Natur nicht bessern kannst. Aber er weiß auch, dass er beides tun kann. Höre und staune! Er kann dich zum zweiten Mal erschaffen, er kann dich von neuem geboren werden lassen. Das ist ein Wunder der Gnade. Der Heilige Geist wird es vollbringen.

Ich kann diese Veränderung nicht herbeiführen“, wirfst du ein. Wer hat es denn behauptet? Der Bibelvers, den wir oben zitierten, spricht nicht von dem, was der Mensch tun soll, sondern von dem, was Gott tun will. Es ist eine Verheißung Gottes und Gottes Sache, seine Verpflichtungen zu erfüllen. Traue ihm zu, dass er sein Wort dir gegenüber halten wird, und es wird geschehen!

Aber wie soll es geschehen?“ Was geht dich das an? Muss der Herr dir seine Mittel und Wege erklären, bevor du glauben willst? Wie er vorgeht, das ist ein großes Geheimnis; der Heilige Geist vollbringt es. Er, der die Verheißung gegeben hat, ist auch für ihre Einlösung verantwortlich.

Mache niemals einen Christus aus deinem Glauben und halte den Glauben nicht für eine selbständige Quelle deiner Errettung. Unser Leben hängt davon ab, dass wir „aufsehen auf Jesus“ (Hebräer 12, 2), und nicht davon, dass wir aufsehen zu unserem Glauben. Durch Glauben sind uns alle Dinge möglich geworden (vgl. Markus 9, 23), aber die Kraft liegt nicht im Glauben, sondern in Gott, auf den der Glaube sich stützt.

Die Gnade ist die Lokomotive, und der Glaube ist die Kette, mit der der Wagen der Seele befestigt ist an der großen bewegenden Kraft. Die Gerechtigkeit des Glaubens besteht nicht in der sittlichen Vortrefflichkeit des Glaubens, sondern es ist die Gerechtigkeit Jesu Christi, die der Glaube erfasst und sich aneignet.

Darum darfst du wissen, lieber Freund, dass dich die Schwachheit deines Glaubens nicht verderben wird. Auch eine zitternde Hand kann eine goldene Gabe empfangen. Die Errettung durch den Herrn kann uns zuteil werden, auch wenn wir nur Glauben wie ein Senfkorn haben. Die Kraft liegt in der Gnade Gottes und nicht in unserem Glauben.

Was ist Glaube? Er besteht aus drei Dingen: Kenntnis, Fürwahrhalten und Vertrauen. Der Glaube besteht darin, zu glauben, dass Christus ist, was die Schrift von ihm sagt, und dass Christus tut, was er zu tun versprach, und dieses dann auch von ihm zu erwarten.

Glaube ist die Hand, die zugreift.

Nimm an, mein Freund, was die Gnade dir bereitet hat! Wenn du das tust, bist du kein Dieb, denn Gott selbst gibt dir die Erlaubnis: „Wer da will, der trinke das Wasser des Lebens umsonst!“ (Offenbarung 22, 17).

Der gereifte Glaube verlangt nicht nach Zeichen und Wundern, sondern glaubt unerschrocken.

Zweifellos ist der Glaube auch deshalb zum Werkzeug des Heils ausersehen, weil er alle Ehre Gott gibt. Die Gnade wird uns durch den Glauben zuteil und sie verhindert, dass wir uns rühmen, denn Gott kann den Stolz des Menschen nicht ertragen.

Er kennt den Stolzen von fern“ (Psalm 138, 6) und hat kein Verlangen, ihm näher zu kommen. Gott will das Heil auf keinen Fall so geben, dass der Stolz geweckt oder gefördert wird. Paulus sägt: „nicht aus den Werken, damit sich niemand rühme“ (Epheser 2, 9).

Wenn Christus für mich gestorben ist, der ich doch so gottlos und kraftlos bin, dann kann ich nicht länger in der Sünde leben; ich muss mich aufmachen, ihn lieben und ihm dienen, der mich erlöst hat. Ich kann nicht mit dem Bösen spielen, das meinen besten Freund tötete; ich muss heilig sein um seinetwillen. Wie kann ich in der Sünde leben, wenn er gestorben ist, um mich davor zu retten?

Zu Johannes 3 (man muss von neuem geboren werden): Das gleiche Kapitel spricht auch vom Glauben an Jesus, der rettet. Der Herr bringt tatsächlich die neue Geburt bei allen zuwege, die an Jesus glauben. Ihr Glaube ist der sicherste Beweis dafür, dass sie tatsächlich wiedergeboren sind.

Niemand, der an Jesus glaubt, wird feststellen, dass der Heilige Geist in ihm nicht wirken will. Sein Glaube ist der Beweis dafür, dass der Geist sein Werk in seinem Herzen schon tut.

Die Gnade des Herrn reitet oft auf dem schwarzen Ross der Trübsal vor die Tür unseres Herzens. Jesus benützt den ganzen Bereich unserer Erfahrungen, um uns von der Erde zu entwöhnen und für den Himmel zu gewinnen.

Lieber Leser, ich glaube, dass die Furcht oftmals Schuld daran ist, dass die Befürchtungen auch tatsächlich eintreffen. Ich glaube, dass manche, die davor zurückschreckten, sich Christus für alle Zeit und für alle Ewigkeit anzuvertrauen, versagten, weil sie nur einen Glauben auf Zeit hatten, der niemals ausreicht, um sie zu erretten. Sie fingen an, Jesus bis zu einem gewissen Grade zu vertrauen, aber sie erwarteten Ausdauer und Beharrlichkeit auf dem Wege zum Himmel von sich selber. Sie hatten also einen falschen Start und kehrten, wie es nicht anders zu erwarten war, nach kurzer Zeit wieder um. Wenn wir unser Vertrauen auf uns selber setzen, werden wir nicht durchhalten. Selbst dann, wenn wir einen Teil unseres Heils von Jesus erwarten, werden wir versagen, solange wir uns irgend etwas selber zutrauen. Keine Kette ist stärker als ihr schwächstes Glied. Ist Jesus unsere Hoffnung in allen Stücken, abgesehen von einem, so wird uns alles misslingen, weil wir an diesem einen Punkt scheitern werden.

Wahrer Glaube ist übernatürlich zu Beginn, übernatürlich in seinem Fortgang und übernatürlich am Schluss. Er ist ganz und gar Gottes Werk.

Wenn wir treu erfunden werden, so deshalb, weil Gott treu ist. Das ganze Gewicht unseres Heils ruht auf der Treue unseres Bundesgottes. Alles hängt ab von dieser herrlichen Eigenschaft Gottes.

Alles aus freier Gnade empfangen zu haben, das bewahrt uns vor Selbstgerechtigkeit und Stolz, vor Selbstanklage und Verzweiflung. Unser Herz füllt sich mit Dankbarkeit und Liebe und ist darum für Gott viel annehmbarer als irgend etwas, das aus sklavischer Furcht entspringt.

Die errettet zu werden hoffen, indem sie ihr Bestes zu tun versuchen, haben keine Ahnung von dem heiligen Eifer, der inneren Gelassenheit und der tiefen Freude, die Gott uns mit der Errettung aus freier Gnade schenkt. Der sklavische Geist der Selbsterrettung ist nicht zu vergleichen mit dem freudigen Geist der Kindschaft.

Wenn du schon errettet bist, dann sorge dich um die Errettung anderer. Du wirst nicht geistlich wachsen können, wenn du nicht ein starkes Verlangen in dir trägst, deinen Mitmenschen zum Segen zu werden. Deine Seele lebt vom Glauben, und sie bleibt gesund durch die Liebe. Wer nicht den Drang spürt, andere Menschen zu Jesus zu führen, hat selber niemals unter dem Bann der Liebe gestanden. Geh an das Werk des Herrn, das ein Werk der Liebe ist